Destillieren

Destille und Hydrolat auf Blog für nachhaltigen und green Lifestyle sowie bewussten Genuss

Herstellung von Hydrolaten mit Hilfe einer Destille für nachhaltige DIY Naturkosmetik oder selbstgemachte pflanzliche Arznei

Destillieren kennt man im Zusammenhang mit Schnaps brennen oder von der Gin Herstellung, nicht wahr? 

Logo Destillieren auf Blog für nachhaltigen Lifestyle von Anna-Lena Tacke

Wer erinnert sich noch an seinen Chemie Unterricht? 

„Ein Destillat ist ein thermisches Trennverfahren, um verdampfende Flüssigkeiten zu gewinnen oder Lösungsmittel von schwer verdampfbaren Stoffen abzutrennen und anschließend durch Kondensation aufzufangen.“ Quelle Wikipedia

Okay, und jetzt im Klartext: 😉

Wie Ihr ja vielleicht schon gesehen habt, stelle ich meine eigene Naturkosmetik her. Dafür nutze ich wahnsinnig gerne selbst gesammelte Kräuter, Pflanzen, Blüten, Harze, etc. (Der Einfachheit halber werde ich es im weiteren Text einfach nur „Pflanzen“ nennen. 😉) um die Pflanzen nachhaltig und sinnvoll zu verarbeiten.

Bei Pflanzen habt Ihr mehrere Möglichkeiten die guten Eigenschaften aus den Pflanzen zu ziehen. Einige Teile lösen sich in Alkohol, andere in Öl und andere Wirkstoffe lösen sich im Wasserdampf. Das bekanntestes Beispiel würde ich sagen sind die Ätherischen Öle. 

Tinktur und Mazerat für Herstellung von DIY Naturkosmetik oder selbstgemachte Arznei

Um ein Hydrolat herzustellen, braucht man eine richtige Destille. Es gibt zwar mittlerweile im Netz auch wieder diverse (semi-gute 🥴) Anleitungen, wie man ein Hydrolat im Topf herstellen kann, aber das sind keine richtigen Hydrolate. Richtige Hydrolate halten dunkel in Braunglasflaschen ca. 1 Jahr. Die Hydrolate aus dem Topf nur einige Wochen. 

Also wenn man wirklich destillieren möchte, kommt man um die Anschaffung einer Destille nicht herum. 

Destille und Mörser für Pflanzen Destillation für DIY Naturkosmetik und Arznei aus Pflanzen

In Deutschland kann man eine Destille mit 2l Fassungsvermögen kaufen, ohne sie beim Zoll anzumelden. Es ist allerdings nur das Destillieren von Pflanzen erlaubt. Alkohol darf man nicht mal eben so im Keller brennen… Schade eigentlich… 😅

Bei dem Destillationsverfahren wird Wasser in einer Destille zum Sieden gebracht. Über dem Wasser (wichtig: nicht im Wasser) ist ein Sieb, auf dem das Pflanzengut liegt. Der aufsteigenden Wasserdampf durchdringt nun das Pflanzenmaterial und bringt die flüchtigen Stoffe (die leichter sind als Wasser) mit nach oben in die Kuppel.

Die Kuppel wird mit kaltem Wasser oder Eis gekühlt. Trifft nun der heiße Wasserdampf auf die kühle Metallfläche der Kuppel, kondensiert es dort und läuft über ein Dampfrohr nach außen. 

Diese Flüssigkeit wird Hydrolat genannt und enthält einen Anteil an ätherischen Ölen. 

Je nach Pflanzenart kann man sogar sein eigenes ätherisches Öl nach einigen Tagen mit einer Pipette abziehen. Lavendel hat zum Beispiel viel ätherisches Öl.

In diesem Hydrolat, auch oft Pflanzenwasser genannt, stecken viele Wirkstoffe, die wir uns zu Nutze machen können. 

Hier ein paar Möglichkeiten Hydrolate zu nutzen:

Holunderblüten Hydrolat kann man beim ersten Anzeichen einer Erkältung einnehmen. 1 TL in der Stunde und die Erkältung kann abgewehrt werden. 

Salbei Hydrolat kann man als Erfrischungsspray im Sommer nutzen. Ein paar Sprüher auf Handgelenke und Nacken und es fühlt sich gleich 5 Grad kühler an. 

Oder auch zum Gurgeln bei Halsschmerzen.

Walnuss Hydrolat aus Blättern oder noch nicht reifen Nüssen ist ein richtig tolles Mückenspray und soll sogar Zecken abwehren.

Rosmarin Hydrolat als klärendes Gesichtswasser, als Wasserphase im Duschgel und Shampoo und als regenerierendes Haarwasser. 1 TL im Wasser am Morgen wirkt Kreislauf stimulierend. 

Melissen-Hydrolat rechtzeitig eingenommen, kann die Symptome bei Heuschnupfen deutlich mildern. 

Rosen-Hydrolat hat bestimmt schon jeder mal gehört. Rosenwasser ist schließlich schon seit der Antike bekannt. Man kann es pur als Gesichtswasser bei Hautunreinheiten nutzen. Auch bei Entzündungen der Bindehaut kann man Kompressen aus Rosen-Hydrolat nutzen.

Ich nutze meine Hydrolate gern als Wasserphase in meiner Kosmetik. Das heißt ich ersetze im Rezept das Wasser einfach durch das gewünschte Hydrolat und habe so die Möglichkeit, die pflegenden Eigenschaften der jeweiligen Pflanze in meine Kosmetikprodukte reinzubringen. 

Quitten Hydrolat eignet sich perfekt für eine Gesichtscreme mit Anti Aging Effekt. 

Gereizte, pickelige Haut freut sich über ein Lavendel Hydrolat. Und jemandem mit schuppiger Haut (Psoriasis) kann man mit einem Borretsch Hydrolat schon mal weiterhelfen. 

Habt Ihr schon mal Hydrolate verwendet? Pur oder in Cremes? Was sind Eure liebsten Pflanzen für nachhaltige Naturkosmetik und pflanzliche Arznei?

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