Birkenporling

Birkenporling Pilz so groß wie eine Hand

Ich möchte Euch heute mal einen tollen Vitalpilz vorstellen, dessen Verwendung bereits vor 5000 Jahren belegt wurde. Die Ötztal Mumie „Ötzi“ trug zwei Stückchen mit sich, da der Pilz bereits in der Jungsteinzeit als natürliches Antibiotikum eingenommen wurde und auch als Bandage bei Verletzungen, zur besseren Heilung, genutzt wurde. 

Der Birkenporling

Wie der Name schon sagt wächst der Birkenporling auf Birken. Er ist ein Schwächeparasit und befällt daher nur kranke oder tote Stämme der Birke. Dabei ist es egal, ob der Baum noch steht oder schon liegt. Er veranlasst in der Birke eine Braunfäule, die die Zellstruktur des Baumes zerstört und den Baum instabil macht, bis er dann umfällt. Es bilden sich dann Fruchtkörper, die den Stamm nach und nach zersetzen. 

Da er die Birke anzapft, klaut er ihr Betuline, die unter anderem die Leber schützen und die Ausbreitung von Krebszellen hemmt. Außerdem enthält er das Antibiotikum Piptamin, Vitamin B, C und E, Selen, Kalium, Betulinsäure und Antioxidantien.

In der Naturmedizin wird er in Rumänien, Russland, Ungarn, China und den baltischen Ländern bereits seit Jahrtausenden eingesetzt.

Der Birkenporling ist ein einjähriger Pilz. Gesammelt werden sollte er nur, wenn die Unterseite noch weiß und weich wie Kork ist. Wenn sie dunkle Flecken bekommen, die Unterseite braun ist oder sie sogar schimmelig sind, lasst bitte die Finger von ihnen. Das passiert meistens im Januar.

Was macht den Birkenporling so besonders?

Der Birkenporling ist ein Magenfreund. Er hilft bei allgemeiner Magenschwäche, Magenverstimmungen und -Reizungen, Magenschleimhautentzündungen  und Magengeschwüren. Er macht sogar dem Bakterium Helicobacter pylori den Garaus. Auch vorbeugend hilft der Pilz, dass Magen-Darmkrankheiten gar nicht erst aufkommen. 

Viele Studien haben gezeigt, dass der Birkenporling Bakterien und Parasiten wirksam bekämpft. In Streifen geschnitten wird er auch äußerlich zur Behandlung von schlecht heilenden Wunden eingesetzt.

Aber das ist noch lange nicht alles.

Er findet Anwendung bei folgenden Beschwerden:

  • Blähungen und Blähbauch, sowie Verdauungsbeschwerden
  • Lebensmittelallergien 
  • Nachlassenden Haarwuchs
  • Brüchigen Fingernägeln
  • Schlafstörungen, Erschöpfung und anhaltender Müdigkeit
  • Pickeln und Mitessern, wie auch Allergiebedingten Hautjucken
  • Migräne 
  • Vorbeugend bei Erkältungen, Hals- und Nasennebenhöhlen Entzündungen, Asthma und Bronchitis
  • Er wird außerdem bei der Behandlung von Krebs eingesetzt, da er Krebszellen am Wachstum hindert und Linderung bei Nebenwirkungen der Chemotherapie verschafft. 
  • Außerdem wird er mit Darmwürmern und anderen Parasiten fertig

Die Wirkung vom Birkenporling:

  • Er ist antibakteriell und antiviral
  • Entzündungshemmend
  • Stillt Blutungen
  • Wirkt beruhigend und ausgleichend
  • Stärkt das Immunsystem 
  • Ist wurmtreibend
  • Verbessert das Haarwachstum
  • Hilft bei Sodbrennen und Übersäuerung
  • Hemmt Krebszellen am Wachstum, aber greift gesunde Körperzellen nicht an
  • Schützt das Gehirn

Nutzung des Birkenporlings:

Wer den Birkenporling nutzen möchte, sollte ihn direkt nach dem Sammeln (anfangen) zu verarbeiten. 

Ihr reinigt ihn grob vom Schmutz und schneidet ihn direkt in schmale Streifen oder zerhexelt ihn direkt. Wenn er trocknet ist er nur schwierig zu verarbeiten. 

Anschließend wird er zum Trocknen auf Küchenkrepp auf Tellern oder Backblechen ausgebreitet. 

Die Streifen sind getrocknet wenn sie beim Brechen knacken. 

Die gehexelten Stücke brauchen länger zum Trocknen. Das dauert ca. 3-5 Tage. Wichtig ist dass ihr das jeden Tag 1-2x dreht und wendet. 

Tee:

Die Herstellung eines Tees aus Birkenporling ist denkbar einfach. 

Ihr kocht 1-3 Gramm Porling mit 300g Wasser für 20-30 Minuten, gießt es durch ein Sieb ab und trinkt ihn. 

Die übliche Dosis ist 2x 250g Birkenporling Tee pro Tag. Bei schweren Erkrankungen kann man auch bis zu 6x täglich 250g trinken.

Genießen kann man ihn meiner Meinung nicht, da der Tee doch recht bitter (und meiner Meinung nach scheußlich… 🤢)schmeckt. 

Ihr könnt ihn ein bisschen mit einer halben Zitrone und Honig oder Dattelsirup pimpen… Aber probiert selbst. 

Man könnte ihn auch in Suppen und Eintöpfen nutzen um den Geschmack zu verschleiern. 

Tinktur:

Da nicht alle Stoffe wasserlöslich sind, kann man auch eine Tinktur herstellen um die Stoffe im Alkohol rauszuziehen. 

Und wenn man wie ich, den Tee nicht runterbekommt… Ideal wäre aber eine Kombi aus Tee und Tinktur. 

Dafür füllt man getrocknete zerkleinerte Teile zur Hälfte in ein altes, sauberes Marmeladenglas und übergießt es mit 40%igem Alkohol (Wodka oder Korn). Alle Teilen sollten gut bedeckt sein. Ich verschließe die Gläser die ersten 2 Tage immer nur mit einem Küchenkrepp, damit restliche Feuchtigkeit noch entweichen kann. 

Danach kann man den Deckel bedenkenlos verschließen. 

Das Glas nun 4-6 Wochen lang kühl und und dunkel lagern und jeden Tag etwas schütteln. Danach wird die Tinktur durch einen Kaffeefilter abgeseiht und in dunkle Flaschen abgefüllt. Beschriftung nicht vergessen. 

Pro Tag sollten dann 2x täglich ca. 5ml eingenommen werden. Ich mache mir das immer in ein großes Glas Wasser. Bitte nicht länger als 2 Wochen am Stück einnehmen. 

Zunder:

Früher wurde der Birkenporling zum Feuer machen bzw. auch zum Feuer transportieren genutzt. Es reicht schon der kleinste Funke aus, um ihn zum Glimmen zu bekommen. 

Man kann den glimmenden Porling mitnehmen, um an anderer Stelle Feuer zu machen. So musste man nicht einen neuen Funken schlagen.

Also ein toller, natürlicher Grillanzünder. 

Kennt Ihr den Birkenporling Pilz schon oder habt ihn schon verwendet? Welche Nutzungsmöglichkeiten gibt es noch? Schreibt es gerne in die Kommentare – ich freue mich über jede Rückmeldung!

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